Erkältung in der Schwangerschaft – welche Hausmittel es gibt

 

Erkältung in der Schwangerschaft – welche Hausmittel es gibt

Eine Erkältung ist eine Infektionskrankheit der Schleimhäute (Nase/Nebenhöhlen) oder der Bronchien, die in erster Linie von Erkältungsviren, manchmal in Kombination mit einer bakteriellen Sekundärinfektion, verursacht wird. Erkältungsinfekte sind die häufigsten Infektionen des Menschen überhaupt, denn durchschnittlich erkrankt ein Erwachsener rund zwei- bis dreimal und ein Kleinkind bis zu dreizehnmal pro Jahr.

 

Während der Schwangerschaft ist die werdende Mutter auf Grund der Belastung des Immunsystems besonders gefährdet. Liegt ein Infekt bei Nichtschwangeren erst einmal vor, behandeln Mediziner normalerweise mit Medikamenten, deren Wirkstoffe (bspw. Acetylsalicylsäure, Zinkgluconat oder Iboprofen) den Infektionsherd eindämmen. Schwangeren raten Mediziner jedoch von einer medikamentösen Behandlung ab, da die Wirkstoffe mit dem Blut in den kindlichen Körper gelangen und dort zum Teil schwere Schäden anrichten. Ganz und gar Abstand nehmen sollten Schwangere von einer Selbstbehandlung, da die Nebenwirkungen nicht absehbar sind und mit einem Fachmann besprochen werden sollten.

Behandlung von Erkältungen mit Haumitteln

Wer ganz auf Medikamente verzichten möchte, kann an deren Stelle auf Hausmittel zurückgreifen. Generell sollten Sie bei einer Erkältung auch auf eine ausreichende Versorgung des Körpers mit Flüssigkeit achten.
 
Schnupfen:

Anstelle eines Nasensprays kann eine Kochsalzlösung zur Behandlung der Schnupfensymptome zur Anwendung kommen. Die Wirkung der Kochsalzlösung ist der eines Nasensprays ungefähr gleich, denn beide lassen die Entzündung abschwellen. Die Kochsalzlösung trocknet die Nase jedoch nicht so extrem aus und ist darüber hinaus frei von chemischen Wirkstoffen. Wenn Sie sich eine Kochsalzlösung herstellen möchten, lösen Sie bitte einen gestrichenen Teelöffel normales Salz in einem halben Liter Wasser auf. Mit einer handelsüblichen Pipette, die Sie in jeder Apotheke erhalten, wird die Lösung in die Nase geträufelt und anschließend hochgezogen. Alternativ können Sie das Salzwasser auch in einem Topf erhitzen und den Dampf inhalieren. Ein solches Kopfdampfbad ist außer mit Salzwasser auch mit Pfefferminz- oder Latschenkiefernöl möglich. Bei einem hartnäckigen Schnupfen können Sie ferner auch eine Bestrahlung mit Rotlicht in Betracht ziehen.

Husten:
 

Ergebnisse, die Sie mit einem Hustensaft erzielen, können auf natürliche Art auch mit einem Zwiebelsirup erreichen werden – denn beide wirken antibakteriell und schleimlösend. Wenn Sie einen Zwiebelsirup herstellen möchten, sollten Sie eine große Zwiebel (ca. 200 Gramm) in sehr kleine Stücke schneiden und mit 50-60 Gramm Zucker vermengen. Lassen Sie den Sud daraufhin mehrere Stunden ziehen. Vom fertigen Zwiebelsirup können Sie am Tag vier bis fünf Teelöffel zu sich nehmen. Wie bei allen Erkältungssymptomen helfen darüber hinaus bei Husten auch Tees; insbesondere Thymian ist hierbei die erste Wahl.

Kratzen im Hals:

Anstelle von Lutschpastillen können Sie alternativ Salbeitee, Buttermilch oder Eukalyptus versuchen. Frischen Salbeitee können Sie selbst zubereiten, indem Sie sechs frisch gezupfte Blätter zerkleinern und mit rund 150 ml kochendem Wasser übergießen. Der Sud muss eine Viertelstunde ziehen, bevor er zum gurgeln (ein bis zwei Mal pro Stunde) genutzt werden kann. Einen ebenso lindernden Effekt erzielen Sie mit Buttermilch (oder durch lauwarmen Pfefferminztee mit Honig). Buttermilch sollte stets zimmerwarm sein und in kleinen Schlucken über den Tag verteilt getrunken werden. Eukalyptus hingegen eignet sich für ein Kopfdampfbad, wobei 15 Tropfen einer Tinktur aus der Apotheke in ca. einem Liter heißen Wassers aufgelöst und anschließend inhaliert werden. Achten Sie aber darauf, dass Sie eine natürliche Tinktur erhalten, bei der die Blätter von Reizstoffen befreit wurden.

Halsschmerzen:

Einer leichten Erkältung mit Halsschmerzen können Sie anstelle von Schmerzmitteln auch mit natürlichen Hausmitteln zu Leibe rücken. Bewährt haben sich unter anderem Wickel, bei denen Sie beispielsweise 200 Gramm lauwarmen Quark auf ein Tuch streichen, dieses mit der Quarkseite an den Hals drücken, mit einem zweiten Tuch fixieren und über Nacht einwirken lassen. Ferner helfen, wie auch bei den bereits angeführten Symptomen, diverse Tees. Zu bevorzugen wären hierbei Teesorten, die Salbei, Lindenblüte oder Fenchel beinhalten. Neben der beruhigenden Wirkung auf Halsschmerzen können diese ebenso Stress reduzieren.