Mutterpass

 

Was ist der Mutterpass?


Sicher haben Sie sich im Vorfeld der Schwangerschaft oder in den ersten Wochen bereits einige Informationen rund um sie Schwangerschaft eingeholt. In diesem Rahmen sind Sie sicherlich auch auf den Mutterpass gestoßen. Was aber ist der Mutterpass und was beinhaltet er?


Der Mutterpass ist der Ausweis für die Schwangerschaft. Im ihm werden alle relevanten Informationen, die während der einzelnen Untersuchungen bei Ihrem zuständigen Arzt zusammengetragen werden in schriftlicher Form hinterlegt. Sie als Schwangere erhalten den Ausweis bei der ersten Mutterschaftsvorsorgeuntersuchung und sollte ihn, wie auch den Personalausweis, als wichtiges Dokument ständig bei sich tragen.

 

Für Sie als Nichtmediziner kann dieses kleine Heft jedoch schnell zu einem Buch mit sieben Siegeln werden. Damit Sie die Informationen, die im Mutterpass über Sie und Ihr Kind hinterlegt sind besser verstehen können, werden im Folgenden die einzelnen Begriffe und Vermerke näher erläutert. Zur besseren Veranschaulichung können Sie den Mutterpass hier auch in einer PDF Variante downloaden.

 

Bei der ersten Vorsorgeuntersuchung wird Ihr zuständiger Arzt die Anamnese stellen. Im Klartext bedeutet dies, dass Sie Ihr Arzt nach der Vorgeschichte der jetzigen Schwangerschaft befragen wird und frühere Schwangerschaften im Hinblick auf bestehende Risiken oder bereits festgestellte Krankheiten durchleuchtet. Im dafür angedachten Teil im Mutterpass werden dafür die nachfolgenden Begrifflichkeiten verwendet:

 

  • Konzeptionstermin: Tag der Befruchtung/Empfängnis
  • Para: gibt die Anzahl der bereits geborenen Kinder an
  • Gravida: Anzahl der Schwangerschaften (inkl. Fehlgeburten) inklusive der jetzigen
  • SSW: Schwangerschaftswoche
  • Mangelgeburt: untergewichtiges Neugeborenes
  • Post partum: nach der Geburt
  • Genetische Krankheiten: vererbbare Krankheiten auf väterlicher/mütterlicher Seite
  • Uterusoperationen: bereits stattgefundene Operationen an der Gebärmutter
  • Rhesus-Inkompatibilität: Unverträglichkeit der Blutgruppe von Mutter und Kind
  • Hypertonie: Bluthochdruck
  • Diabetes: Zuckerkrankheit
  • Adipositas: Übergewicht
  • Sterilität: Unfruchtbarkeit


Für den Bereich der vorangegangenen Schwangerschaften werden die folgenden Begriffe genutzt:

 

  • Abort: bezeichnet Fehlgeburten
  • Abruptio: kennzeichnet Schwangerschaftsabbrüche
  • Sectio: Zahl der Kaiserschnitte
  • EU: bedeutet Extra-Uteringravidität und entspricht Eileiter- oder Bauchhöhlenschwangerschaften
  • Vaginale Operation: meint Saugglocken- oder Zangengeburten

 

Im Rahmen der ersten Vorsorgeuntersuchung wird Ihnen ebenfalls Blut abgenommen um eine serologische Untersuchung an diesem vorzunehmen. Während den unterschiedlichen Untersuchungen wird nach bestimmten Antikörpern gescannt, die dem behandelnden Arzt nähere Informationen über bereits durchlebte Krankheiten sowie Infektionen geben.

 

Der aufklappbare Teil im Mutterpass wird als Gravidogramm bezeichnet und beinhaltet den grafisch dargestellten Schwangerschaftsverlauf. Im Gravidogramm werden alle Vorsorgeuntersuchungen festgehalten und mit nachfolgenden beispielhaften Begriffen beschrieben:

 

  • Fundusstand: entspricht dem Höhenstand der Gebärmutter über dem Schambein
  • RR: Bluthochdruck
  • Hb (Ery): Zahl der roten Blutkörperchen
  • Vagilane Untersuchung: beschreibt Untersuchungen, die durch die Scheide durchgeführt wurden
  • Anti-D-Prophylaxe: beschreibt den Schutz gegen eine Rhesus Unverträglichkeit bei künftigen Schwangerschaften unter der Bedingung, dass die Mutter rh-negativ ist
  • Variskosis: Krampfadern
  • Sediment: Untersuch des Bodensatzes des Urins hinsichtlich Krankheitsanzeichen

 

Im Rahmen von Ultraschalluntersuchungen wird das Kind auf fotografischem Wege untersucht. Vielleicht können Sie auf den Bildern nicht wirklich viel erkennen, Ihr Arzt hingegen kann an den Bildern sehr gut erkennen, ob sich das Kind auf normalem Wege entwickelt. Folgende Abkürzungen und Begriffe werden Sie in diesem Abschnitt vorfinden:

 

  • SSL: Scheitel Steiß Länge
  • FS: Fundusstand oder auch Höhenstand der Gebärmutter zum Schambein
  • BPD: biparietaler Durchmesser oder der Durchmesser des Kopfes von Schläfenbein zu Schläfenbein
  • ATD: abdominaler Transversaldurchmesser oder der Bauchdurchmesser, der außen gemessen wird
  • FOD/KU: frontookzipitaler Durchmesser (Durchmesser des Kopfes) manchmal auch als Kopfumfang gemessen
  • FL/HL: Femurlänge oder die Länge des Oberschenkelknochens sowie die Humeruslänge  (Länge des Oberarmknochens)
  • Screening: Suchtest oder Reihenuntersuchung
  • Dorsonuchales Ödem: bezeichnet die Wassereinlagerungen im Bereich des Nackens


Neben den bis dato angeführten Begriffen werden im Verlauf der Schwangerschaft ebenso besondere Befunde festgehalten. Diese werden im Mutterpass folgendermaßen beschrieben:

 

  • Anämie: Blutarmut
  • Ödeme: Wassereinlagerungen im Gewebe
  • Gestationsdiabetes: Zuckerkrankheit, die während der Schwangerschaft neu aufgetreten ist
  • Hydramnion: erhöhte Fruchtwassermenge
  • Dauermedikation: Medikamente, die regelmäßig zugeführt werden müssen
  • Einstellungsanomalie: falsche Lage des Kindes in den letzten SSW
  • Plazenta Insuffizienz: mangelhafte Funktion des Mutterkuchens
  • Placenta praevia: Lage des Mutterkuchens im unteren Teil der Gebärmutter
  • Abusus: Missbrauch von Zigaretten, Alkohol, Medikamenten oder anderen Suchtstoffen

 

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