Zwillingschwangerschaften – Risiken für die Föten

 

Zwillingsschwangerschaften – Risiken für die Föten (Teil 2)

Im ersten Teil unserer Serie konnten wir Ihnen bereist zeigen, welche Faktoren zu einer Zwillingsschwangerschaft führen, wie Zwillinge aus biologischer Sicht entstehen, worin sich eineiige von zweieiige Zwillingen unterscheiden und mit welcher Wahrscheinlichkeit einer Zwillingsgeburt eintritt. Der zweite Teil der Serie beschäftigt sich nun mit den Risiken, die eine Zwillingsschwangerschaft für den Fötus/die Föten mit sich bringt.

 

Wann wird ein Kind als Fötus bezeichnet?

Als Fötus (lateinisch für fetus = „Nachkommenschaft“) bezeichnen Mediziner einen Embryo, bei dem die Ausbildung der inneren Organe weit fortgeschritten beziehungsweise abgeschlossen ist. Als Embryo wiederum werden frühe Formen der Entwicklung des Kindes bezeichnet, bei der die Zelldifferenzierung beziehungsweise die Anlage der Organanlage erst stattfindet. Üblicherweise ist die Embryonalphase nach der elften Schwangerschaftswoche abgeschlossen. Aus diesem Grund erhält das Kind ab der zwölften Schwangerschaftswoche die Bezeichnung Fötus (Fetus).
 
Risiken für die Föten – Versorgung durch die Plazenta

Obwohl die meisten Zwillingsschwangerschaften ohne nennenswerte Probleme oder Komplikationen verlaufen, gelten sie aus medizinischer Sicht als Risikoschwangerschaft. Für Zwillingsschwangerschaften gilt in diesem Zusammenhang als wichtigstes Kriterium, ob die Kinder von einer gemeinsamen Plazenta (monochorial) versorgt werden oder jedem Kind eine eigene Plazenta zur Verfügung steht (bichorial). Vorsicht ist immer dann geboten, wenn sich die Föten eine Plazenta und damit eine gemeinsame Embryonalhülle teilen. Denn eine gemeinsame Versorgung stellt immer einen Engpass (mögliche Unterversorgung) dar. Monochoriale Zwillinge werden deshalb häufiger, ausführlicher und intensiver überwacht.

Risiken für die Föten – Zwillingstransfusionssyndrom

Ein spezielles Risiko für monochoriale Zwillinge stellt das sogenannte Zwillingstransfusionssyndrom (fetofetales Transfusionssyndrom) dar. Dieses bei rund 15 bis 20 Prozent aller monochorialen Zwillingsschwangerschaften auftretende Problem hat zur Folge, dass sich die Blutgefäße der Kinder über die Plazenta zu einem gemeinsamen Blutkreislauf verbinden. Wird der Blutaustausch bei gemeinsamer Verbindung gestört, kann es bei den Kindern zu signifikanten Entwicklungsstörungen kommen. Im Ernstfall muss die Verbindung durch einen operativen Eingriff in der Gebärmutter behoben werden.

Risiken für die Föten – Geburt und Frühgeburt

Zwillingsschwangerschaften, bei denen jeder Fötus eine eigene Plazenta (bichorial) und eine eigene Fruchthöhle (diamniot) hat, gelten im Rahmen der Geburt als wenig problematisch. Für die Zwillinge besteht sogar nur ein sehr geringes Frühgeburtsrisiko, das dem einer Normalschwangerschaft nahezu gleichzusetzen ist (nur minimal erhöht).

Problematisch wird die Geburt bei monochorialen Zwillingen, da diese zwischen der 26. und 28. Schwangerschaftswoche gemeinsam das Geburtsgewicht eines Einzelkindes erreichen. Monochoriale Zwillinge kommen aus diesem Grund fast ausschließlich als Frühgeburt zur Welt und benötigen eine intensivere klinische Betreuung.

Risiken für die Föten – Die Nabelschnur als Gefahrenquelle

Insbesondere für Fällen, in denen sich die Föten eine gemeinsame Plazenta und Fruchthöhle teilen, besteht die Gefahr, dass sich die Nabelschnur eines der beiden Föten um den Hals des anderen Fötus legt. Im schlimmsten Fall kann eine lebensgefährlich Situation für beide Ungeborene entsteht. Föten mit gemeinsame Plazenta und Fruchthöhle werden aus diesem Grund spätestens zwischen der 32. und 34. Schwangerschaftswoche per Kaiserschnitt entbunden.

 

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