Veränderungen des Herz-Kreislaufsystems

 

Veränderungen des Herz-Kreislaufsystems

Um sich auf die Situation des heranwachsenden Kindes einzustellen, bereitet sich der Körper vor und leitet mit verschiedensten Veränderungen die Anpassungen an die Schwangerschaft ein. Neben der offensichtlichen Gewichtszunahme und der Umstellung des Hormonhaushaltes betrifft der körperliche Wandel vor allem das Herz-Kreislauf-System, das durch die erhöhte Blutmenge und die Weitung der Gefäße zusätzliche Arbeit leisten muss. Doch bei dieser einen Veränderung bleibt es nicht.

 

Was leistet das Herz-Kreislaufsystem?

Das Herz-Kreislaufsystem (med.: Blutsystem oder Kreislauf) bezeichnet das Strömungssystem des Blutes (sogenannte Blutbahn), das aus dem Herzen und durch ein Netz aus Blutgefäßen gebildet wird. Das Blutsystem ist für den Menschen von besonderer Wichtigkeit, da es das Überleben des Organismus sichert, indem es den Transport und den Wechsel aller Stoffe (Sauerstoff, Kohlendioxid, Fette, Zucker, Eiweiße, etc.) in die Körperzellen organisiert. Darüber hinaus hält das Herz-Kreislaufsystem die chemischen und physiologischen Eigenschaften der Körperflüssigkeiten aufrecht.

Veränderung des Herz-Kreislaufsystems im Verlauf der Schwangerschaft

Für die Schwangere und das ungeborenen Kindes spielt die Bereitstellung aller lebensnotwendigen Stoffe über das Herz-Kreislaufsystem eine tragende Rolle. Um eine optimale Versorgung des Ungeborenen zu gewährleisten, finden im Körper der Schwangeren zahlreiche Veränderungen statt, die bereits in einem frühen Stadium der Schwangerschaft spürbar werden.

So erweitern sich beispielsweise die Gefäße, damit die zusätzliche Blutmenge verarbeitet und die Versorgung des Ungeborenen gewährleistet werden kann. In diesem Zusammenhang sollte sich die Schwangere bewusst werden, dass das Blutvolumen bis zum letzten Drittel der Schwangerschaft (oft bis zur 35. Schwangerschaftswoche) kontinuierlich steigt und das Wasservolumen um rund 40 Prozent zunimmt. Dabei ist es nicht ungewöhnlich, dass die vermehrte Durchblutung an Händen und Füßen als verstärktes Wärmegefühl wahrgenommen wird. Die ansteigende Blutmenge hat zudem zur Folge, dass der Puls schneller, stärker und pochender wird.

Im Hinblick auf die Blutgerinnung ist die Fähigkeit des Blutes zu dieser in der Schwangerschaft deutlich erhöht. Die erhöhte Gerinnung bewirkt, dass das Blut bei einer Verletzung schneller staut bzw. stockt und entstehende Blutungen zum Stehen bringt. Darüber hinaus ist eine schnelle Blutgeninnung die Voraussetzung für eine zügige Wundheilung. Die erhöhte Blutgerinnungsneigung ist dadurch ein zusätzlicher Schutz für die Schwangerschaft und besonders wichtig im Rahmen der Geburt.

Ähnlich der Blutgerinnung verhält sich auch der Blutdruck, denn dieser ist bereits im ersten Schwangerschaftsdrittel leicht erhöht. Im zweiten Drittel steigt der Blutdruck weiterhin an und bleibt im letzten Teil der Schwangerschaft auf gleichem Niveau. Falls Ihnen der hohe Blutdruck zu schaffen macht, können Sie diesen senken, indem Sie eine Position in Rückenlage einnehmen. Gleichzeitig kommt es durch die Entlastung der unteren Hohlvene zu einer Reduzierung der Nierendurchblutung um bis zu 40 Prozent.
 
Die Blutsenkungsgeschwindigkeit ist ebenso wie die Blutgerinnung deutlich erhöht. Medizinisch gesehen gibt die Blutsenkungsgeschwindigkeit Aufschluss darüber, ob sich entzündliche Prozesse im Körper abspielen. Der hohe Wert der Blutsenkungsgeschwindigkeit in der Schwangerschaft ist dabei nicht auf eine Erkrankung zurückzuführen. Vielmehr gibt sie den Mangel an Blutzellen im Vergleich zum gestiegenen Blutvolumen wieder. Für die Diagnose wird das zu untersuchende Blut in ein standardisiertes längliches Röhrchen gegeben und die Gerinnung gehemmt. An einer Millimeterskala kann nach ca. einer Stunde abgelesen werden, wie weit die Blutbestandteile abgesunken sind und eine Blutsenkungsgeschwindigkeit ermittelt werden.
 
Die letzte große Veränderung des Herz-Kreislaufsystem (jedoch nicht die letzte) betrifft die Blutgefäße und hierbei vor allem die Venen der unteren Extremitäten. Diese werden bei den meisten Schwangeren in Folge der wachsenden Gebärmutter und dadurch einem erschwerten Abfluss des Blutes aus der unteren Hohlvene schlechter durchblutet. Da sich das Blut staut, steigt gleichzeitig der Druck in den Gefäßen an. Bei Schwangeren, die an Bindegewebsschwäche leiden oder Krampfadern haben, kann das Blutsystem das Blutangebot dann nicht mehr bewältigen. Die Folge ist ein Zurücksacken des Blutes und damit eine Dehnung der de Gesäße. In selteneren Fällen können solche Krampfadern auch im Bereich der Vulva auftreten.
 
Zur Vermeidung von Blutstaus sollten Sie längeres Stehen und Sitzen vermeiden und so oft wie möglich die Beine hochlegen. Bei schlimmeren Fällen empfiehlt sich das Tragen von Stützstrümpfen.

 

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