Beckenendlage des Kindes

 

Beckenendlage des Kindes

Liegt das Ungeborene in der Gebärmutter in Beckenendlage (mit dem Kopf nach oben), beeinflusst diese Situation den weiteren Verlauf der Schwangerschaft und der Geburt. Falls der Fakt im ersten Moment problematisch klingt und Unsicherheit hervorruft, sollte er aber keine Panik hervorrufen, denn rund 95 Prozent aller Babys kommen in einer normalen Lage, mit dem Kopf voran, zur Welt. Für alle anderen Babies gelten jedoch besondere Umstände.

Damit Sie für diese Umstände, die Diagnose „Beckenendlage“ bzw. „Steißlage“, gerüstet sind, haben wir uns für Sie informiert und die wichtigsten Fakten zur Beckenendlage des Kindes zusammengetragen. Erfahren Sie dafür nachfolgend, was eine Beckenendlage kennzeichnet, welche Ursachen zu einer Beckenendlage führen und welche Folgen für den weiteren Verlauf der Schwangerschaft und die Geburt zu erwarten sind.
 

Was ist eine Beckenendlage?

Als Beckenendlage oder Steißlage bezeichnen Mediziner eine bestimmte Lage des Kindes, bei der das Ungeborene mit dem Kopf nach oben, also am Fundus utieri, dem oberen Rand der Gebärmutter, liegt. Je nachdem, in welcher Position und Haltung sich das Ungeborene befindet, unterscheiden Mediziner nach den Formen reine Steißlage (beide Beine hochgeschlagen), Steiß-Fußlage (beide Beine angehockt) und Mischformen wie der Knielage oder mit nur einem hochgeschlagen Bein. Die Art der Lage entscheidet daraufhin über den Verlauf der Geburt und in den meisten Fällen, ob das Neugeborene mittels Kaiserschnitt oder als normale Geburt zur Welt kommt. Steiß-Fußlagen, Fuß- und Knielagen sind in diesem Zusammenhang nicht für eine normale Geburt geeignet, reine Steißlagen hingegen schon.

Wie häufig ist eine Beckenendlage anzutreffen?

Normalerweise befinden sich am Anfang der 30. Schwangerschaftswoche noch rund 15 Prozent aller Ungeborenen in Beckenendlage (Steißlage). Steht dem Kind im weiteren Verlauf der Schwangerschaft genügend Platz zur Verfügung, dreht sich noch einmal ein großer Teil (zusätzliche rund zehn Prozent) bis zur 37. Schwangerschaftswoche. Die verbleibenden fünf Prozent der Kinder drehen sich nicht mehr.
 
Mit Eintritt einer Beckenendlage befinden sich laut Statistik rund 60 Prozent in einer reinen Beckenendlage. Bei 25 Prozent der Ungeborenen wird eine Steiß-Fußlage mit angehockten Beinen diagnostiziert und rund 15 Prozent der Steißlagen werden als Mischform, meist als Knie- oder Fußlage, deklariert.

Welche Ursachen gibt e für eine Beckenendlage?

Die Ursachen für eine Beckenendlage können in den meisten Fällen nicht direkt bestimmt oder gemessen werden. Studien aus Forschung und Medizin legen aber nahe, dass insbesondere Erstgebärende von einer Steißlage betroffen sind. Ebenso sind gehäuft auch Schwangere betroffen, bei denen eine Beckenendlage vergleichsweise oft im familiären Umfeld diagnostiziert auftrat oder Schwangere, die selbst als Beckenendlage zur Welt kamen. Darüber hinaus kann eine Beckenendlage auch auf einer Mehrlingsschwangerschaft, zu wenig Fruchtwasser, einen tiefen Sitz der Plazenta, ein Voranliegen der Plazenta oder auf Missbildungen zurückgeführt werden.

Was passiert, wenn das Ungeborene in Beckenendlage liegt?

Für den Fall, dass das Ungeborene in Beckenendlage verweilt, existieren eine Reihe an Möglichkeit, das Baby zu einer Drehung zu „überreden“. Am häufigsten findet hierbei die Äußere Wendung, die Moxibustion oder die indische Brücke Anwendung.
 
Die Äußere Wendung beschreibt in diesem Zusammenhang eine Methode, bei der die Hebamme versucht, das Kind von außen mit einer „Rolle rückwärts“ in Schädellage zu schieben. Die Äußere Wendung erfordert viel Erfahrung und Fingerspitzengefühl und sollte nur in „Operationsbereitschaft“ erfolgen. Moxibustion hingegen ist eine Form der Wärmeakupunktur, bei unter Zuhilfenahme einer Moxagarre ein bestimmter Punkt am Fuß erwärmt wird, um das Kind zur Bewegung und damit zur Wendung zu animieren. Bei der indischen Brücke wiederum soll das Kind auf Grund einer bestimmten (für das Ungeborene unbequemen) Rückenstellung der Mutter zur Drehung angeregt werden. Die Erfolgschancen der indischen Brücke sind jedoch nur von mäßigem Erfolg.
 
Für die benannten Methoden gilt, dass sie unbedingt der Begleitung einer guten Hebamme bedürfen, die sich bestenfalls mit allen drei Methoden auskennt. Für den Fall, dass keine der angesprochenen Methoden hilft, kommt beim Ausschluss einer natürlichen Geburt nur noch ein Kaiserschnitt auf Grund von Beckenendlage in Frage.

 

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