Die Geburt – Ablauf und Tipps


Die Geburt – Ablauf und Tipps

 

Für viele Frauen ist die Geburt ihres Kindes eines der einschneidendsten Erlebnisse im Leben. Egal, ob die Geburt sanft oder schmerzbegleitet, mit und ohne den Partner oder durch Einsatz medizinischer und technischer Hilfsmittel von statten geht – heutzutage ist es möglich, dass die Schwangere bei einem Großteil der geburtsrelevanten Entscheidungen mitbestimmt. Damit auch Sie eine sichere Entscheidung treffen können, haben wir Ihnen nachfolgend eine Auswahl an geburtsrelevanten Informationen sowie ein paar nützliche Tipps zusammengestellt.
 

Der richtige Geburtsort

Je näher der Geburtstermin rückt, desto dringlicher stellt sich die Frage, wo das Kind zur Welt kommen soll. Ob in einer Klinik, in einem Geburtshaus oder zu Hause – die Entscheidung liegt in Ihrem ermessen.

Insbesondere Erstgebärende wählen den Klassiker und lassen sich zur Geburt vom Fachpersonal einer Klinik umsorgen. Die Vorteile sind vielfältig, denn in einer Klinik steht der Schwangeren zur Geburt ein komplettes Team aus Hebammen und Ärzten zur Verfügung, das im Komplikationsfall auch auf ein breites Know-how der Fachabteilungen des Krankenhauses zurückgreifen kann.

Geburtshäuser und Geburtspraxen existieren seit Ende der 70er Jahre. Anstelle der invasiven Methoden der Geburtshilfe (bspw. Wehentropf, PDA) die oft in einer Klinik zur Anwendung kommen, setzen Geburtshäuser und Geburtspraxen auf ganzheitlicher Methoden der Geburtshilfe. Aus diesem Grund finden zur Geburt neben Warmwasseranwendungen oder Homöopathie auch Akupunktur und Akupressur zur Schmerzlinderung Anwendung. Im Gegensatz zur Klinik ist der Kontakt zur geburtsbegleitenden Hebamme oft viel persönlicher, da sie die werdende Mutter von Anfang an begleitet

Für eine Hausgeburt entscheiden sich nach wie vor nur wenige Schwangere (die Quote liegt bei rund 2 Prozent). Insbesondere die örtlichen Gegebenheiten schränken dabei den Handlungsspielraum der Hausgeburtshebamme ein. So ist bei einer Hausgeburt beispielweise nur eine begrenzte medikamentöse Schmerzbehandlung möglich und die technischen Möglichkeiten der medizinischen Diagnose sind begrenzt. Auch muss im komplikationsfall ein erheblicher Zeitverlust für den Weg ins Krankenhaus in Kauf genommen werden. Auch wenn die Mehrzahl der praktizierenden Ärzte  der Hausgeburt kritisch bis ablehnend gegenüber steht, so lohnt es sich, zumindest darüber nachzudenken.

Ablauf der Geburt
 

Was genau die Geburt auslöst, ist bis heute nicht endgültig geklärt. Über die Phasen der Geburt sind die Spezialisten sich jedoch einig. Sie werden in Abschnitte Eröffnungs- und Übergangsphase, Austreibungsphase und Nachgeburtsphase unterteilt.
 
Die Eröffnungsphase beginnt mit einem ziehenden Schmerz im Rücken, der zeitweise aufhören und sich über mehrere Tage erstrecken kann. Am Ende der Eröffnungsphase reduziert sich der Abstand der Kontraktionen auf etwa 10 – 15 Minuten. Von diesem Zeitpunkt dauert es erfahrungsgemäß noch etwa drei bis sechs Stunden zur eigentlichen Geburt. In der darauf folgenden Übergangsphase wird das Kind durch die Wehen tiefer ins Becken gedrückt. Die Wehen sind zu diesem Zeitpunkt oft heftig und unangenehm; die Geburt steht kurz bevor.

Die Austreibungsphase ist für die werdende Mutter und insbesondere für Erstgebärende der kraftraubendste und schmerzhafteste Abschnitt. Begleitet von heftigen Wehen rutscht das Kind tiefer ins Becken, bis das Köpfchen des Kindes sichtbar wird. von da an dauert es noch drei bis sechs Presswehen und das Kind erblickt das Licht der Welt.

Die abschließende Nachgeburtsphase umfasst normalerweise einen Zeitrahmen von ca. 15 Minuten. Nach der letzten Geburtswehe der Austreibungsphase lassen die Schmerzen nach und der Mutterkuchen wird "geboren". Abschließend zieht sich die Gebärmutter zusammen und die Geburt ist geschafft.

Tipps für die Geburt

Koffer packen: "Vorbereitung ist das halbe Leben" – auch für die werdende Mutter. Bevor die eigentliche Geburt ansteht, sollten Sie Ihren Notfallkoffer gepackt haben. Da Sie oft mehr als eine Nacht im Krankenhaus verbringt werden, gehören neben den notwendigen Dokumenten auch ein paar Kleidungsstücke in den Koffer. Besonders wichtig sind saubere T-Shirts, leichte Kleidung für den Kreißsaal, ein Paar bequeme Schuhe und natürlich eine Notfallration an Proviant. Detaillierte Information und eine Checkliste für den Notfallkoffer finden Sie hier.

Flexibilität: Auch wenn im Geburtsvorbereitungskurs die eine oder andere Geburtsmethode als das Mittel der Wahl dargestellt wird, so muss das noch lange nicht heißen, dass Sie sich zwingend daran halten müssen. Vielmehr ist die Geburt bei jeder Frau anders und es gilt für sich herauszufinden, welche Methode funktioniert und welche nicht. Seien Sie also flexibel und reagieren Sie nach Ihrem Bauchgefühl – die Geburt ist kein lineares Ereignis.

Fragen stellen: " Fragen kostet nichts" – so ist es auch bei derGeburt. Für Hebammen und Mediziner ist der Ablauf der Geburt alltäglich, deshalb erklären sie nicht immer was und warum Sie es tun. Scheuen Sie sich nicht Ihre Wünsche zu äußern und zu Fragen, wenn Sie einen Vorgang nicht verstehen.

Konzentration und Ablenkung: Die Geburt ist nicht selten ein langer und anstrengender Zeitraum, indem es durchaus zu längeren Pausen kommt. Seien Sie darauf vorbereitet und finden Sie etwas, auf das Sie sich während der Pausen und Wehen konzentrieren. Das kann eine bestimmte Atemtechnik, ein Bild an der Wand oder auch das Lieblingskuscheltier von zu Hause sein.

Geduldig sein: Entgegen den in Film und Fernsehen gezeigten "15-Minuten-Geburten" dauert die Geburt in der Realität oft stundenlang. Verfallen Sie daher nicht mit Beginn der ersten Wehe gleich in Panik und treten den schnellstmöglichen Weg ins Krankenhaus an. Viele Frauen liegen oft noch mehrere Stunden in den Wehen, bevor sie ins Krankenhaus gehen. Viele Kliniken sehen es sogar gern, wenn Sie erst eintreffen, sobald die Wehen in regelmäßigen und kurzen Abständen kommen.

Anwesenheit eines Partners: Der Geburtspartner ist für die werdende Mutter der wohl wichtigste Beistand zur Geburt. Was die wenigsten wissen ist die Tatsache, dass neben dem werdenden Vater auch eine außenstehende Person die Rolle des Geburtspartners übernehmen kann. In jedem Fall sollte das Vorhaben im Vorfeld der Geburt mit der Klinik/Hebamme geklärt werden, denn noch lässt nicht jede Einrichtung eine andere Person zu.

 
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