Junge oder Mädchen – was Studien sagen


Junge oder Mädchen – was Studien sagen

 

Die Frage nach dem Geschlecht des Kindes ist der wohl am häufigsten diskutierte Punkt am Anfang der Schwangerschaft. Besonders der Volksmund kennt viele Hinweise und Antworten auf die Frage – wenn auch die meisten davon aus Vermutungen und Überlieferungen bestehen. Auf Seiten der Wissenschaft haben bereits mehrere Studien die Frage nach dem Geschlecht beleuchtet. Welche Faktoren dabei herauskamen und ob diese tatsächlich das Geschlecht des Kindes beeinflussen, können Sie nachfolgend lesen. 

 

Die Wahrscheinlichkeit für einen Jungen ist höher, wenn:

 

Die Partner weniger als einem Jahr zusammen sind

 

Insbesondere am Anfang einer Beziehung ist die Wahrscheinlich für regelmäßigen Sex deutlich erhöht. Damit steigt auch die Chance, dass ein männliches Spermium die Eizelle erreicht. Denn männliche Spermien sind leichter, besitzen kleinere Köpfe und kürzere Schwänze, wodurch sie einerseits leichter und schneller zur Eizelle gelangen und andererseits einfacher in die Eizelle eindringen können. Studien belegen in diesem Zusammenhang, das weibliche Spermien eher in der Mitte Ihrer Fruchtbarkeitsperiode ihr Ziel erreichen, wodurch Paare mit häufigem Sex am Anfang oder Ende der Empfängnis eine höhere Wahrscheinlichkeit auf männlichen Nachwuchs haben. 

 

Oft Stress im Alltag herrscht 

 

Statistisch gesehen wurden in Zeiten mit anhaltendem Stress, wie beispielsweise während oder nach einem Krieg, mehr Jungen als Mädchen geboren. Aus biologischer Sicht scheint Stress bei der Mutter die Ausschüttung Testosteron und Kortisol zu fördern. In der Folge kann es zu Veränderungen an der Eizelle kommen, die es männlichen Spermien einfacher macht, die Eizelle zu durchstoßen. Da jedoch noch nicht ganz genau bekannt ist, wie der Mechanismus funktioniert, werden weitere Studien über den Moment der Empfängnis zusätzliche Erkenntnisse bringen. 

 

Die Eltern zusammen in einem Haushalt leben

 

In einer Studie mit rund 90.000 Eltern wurde ermittelt, dass die Wahrscheinlichkeit für die Geburt eines Jungen erhöht ist, wenn die Eltern zum Zeitpunkt der Empfängnis in einem gemeinsamen Haushalt zusammenlebten. 

 

Im Ergebnis gebaren Elternpaare, die vor der Empfängnis zusammenlebten, mit einer Wahrscheinlichkeit von 51,5 Prozent einen Jungen. Bei Paaren, die nicht zusammenlebten, lag die Wahrscheinlichkeit lediglich bei 49,8 Prozent. Den Grund für den Zusammenhang zwischen häuslicher Gemeinschaft und männlichem Nachwuchs blieb die Studie aber schuldig. 

 

Die Kalorienaufnahme relativ hoch ist 

 

Im Rahmen einer britischen Studie wurde 740 Frauen hinsichtlich ihre täglichen Kalorienzufuhr befragt und anschließend in Kategorien unterteilt. Hierbei stellte sich heraus, dass Frauen mit einer hohen Energiezufuhr (durchschnittlich 2400 Kalorien) mit einer Wahrscheinlichkeit von 56 Prozent ein männliches Baby zur Welt brachten. Frauen mit einer niedrigen Energieaufnahme (durchschnittlich 2250 Kalorien) wiesen hingegen nur einer Wahrscheinlichkeit von 45 Prozent auf, einen Jungen zu gebären. 

 

Gemäß der Studie scheinen Jungen statistisch weniger empfangen zu werden, je weniger Nahrung der mütterliche Körper aufnimmt. Auf der anderen Seite sind weibliche Spermien robuster und können in harten Zeiten besser überleben.

 

Bevor jedoch falsche Schlüsse entstehen: Während der Schwangerschaft sollte immer auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung geachtet werden – unabhängig davon, ob ein Mädchen oder ein Junge in Erwartung steht. 

 

Laut Studien ist die Wahrscheinlichkeit für ein Mädchen höher, wenn:

 

Die Familie aus zwei oder mehr Kindern besteht 

 

Gemäß Studien wurde ein Zusammenhang zwischen der Anzahl der Kinder und der Geburtswahrscheinlichkeit für ein Mädchen festgestellt. Im Fokus der Studien lag dabei das Hormon Gonadotrophin, das bei einer zweiten, dritten oder weiteren Schwangerschaft in einer höheren Konzentration vorliegt. Je höher die Konzentration des Hormons ist, desto wahrscheinlicher ist dementsprechend die Chance, ein Mädchen zu erhalten. 

 

Die Befruchtung in den Wintermonaten stattfand

 

Statistisch gesehen werden im Winter mehr Mädchen und im Sommer mehr Jungen empfangen. Vermutlich liegt dies daran, dass im Winter vermehrt Infektionen mit Viren und Bakterien auftreten. Auf diese reagieren männliche Spermien und Embryos deutlich empfindlicher, sodass die Wahrscheinlichkeit für ein Mädchen in den Wintermonaten steigt. Mädchen sind sozusagen widerstandsfähiger gegen Infektionen der Mutter und deswegen überlebensfähiger. 

 

Die Partnerin älter als 35 und der Partner älter als 40 Jahre ist 

Je älter eine Frau wird, desto stärker verändert sich der Hormonhaushalt. Durch den veränderten Hormonhaushalt steigt mit zunehmendem Alter die Wahrscheinlichkeit, dass ein weibliches Spermium das Ei befruchtet und ein Mädchen entsteht. Hinzu kommt, dass mit steigendem Alter des Vaters die Qualität der Spermien drastisch abnimmt und dadurch die Anzahl männlicher Spermien sinkt. Darüber hinaus haben ältere Paare weniger Sex, was in der Mitte der Fruchtbarkeitsperiode, was die eigentliche Chance auf eine Befruchtung signifikant reduziert.

 

Die vorangegangene Schwangerschaft mit schlimmer Übelkeit verbunden war

 

Auswertungen aus 13 Studien haben ergeben, dass 55 Prozent aller Babys Mädchen werden, wenn die Mutter in der vorangegangenen Schwangerschaft unter starker Schwangerschaftsübelkeit (hyperemesis gravidarum) litt. Im Vergleich hierzu bekamen Frauen einer Kontrollgruppe, die nicht unter Schwangerschaftsübelkeit litten, nur mit einer Wahrscheinlichkeit von 49 Prozent ein Mädchen. Experten zufolge, könnte dies an der Konzentration des Hormons Östrogen liegen, dass in enger Verbindung mit Schwangerschaftsübelkeit steht. 

 

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