Wochenbettdepression

 

Wochenbettdepression

 

Neun Monate voller Vorfreude auf das Baby sind vergangen, stundenlange Strapazen der Geburt überstanden und schließlich erblickt der kleine Schatz das Licht der Welt. Und dann? Eigentlich sollte sich ein Gefühl von Zufriedenheit und Glückselichkeit einstellen. Viele Mütter fallen nach der Geburt jedoch in ein Stimmungstief, dass von ein paar Heultagen bis hin zur handfesten Depression reichen kann. Ob es sich dabei um einen sogenannten Babyblues oder um Wochenbettdepression handelt, hängt maßgeblich vom Ausmaß der psychischen Belastung ab. 

 

Was eine Wochenbettdepression ist, welche Ursachen zugrunde liegen, welche Anzeichen sie kennzeichnen und wie Sie einer Wochenbettdepression vorbeugen, können Sie nachfolgend lesen.

 

 

Was ist eine Wochenbettdepression (postpartale Depression)

 

Wochenbettdepressionen zählen zu den sogenannten postpartalen Stimmungskrisen. Diese Krisen beschreiben psychische Zustände oder Störungen, die posth partus, also nach der Entbindung, auftreten. Die psychischen Auswirkungen der Wochenbettdepression reichen dabei von leichter Traurigkeit über handfeste Depressionen bis hin zu schweren psychotischen Erkrankungen. Je nach Schwere der Symptome unterscheiden Mediziner drei Arten postpartaler Störungen: Das postpartale Stimmungstief (umgangssprachlich auch Babyblues oder Heultage genannt), die postpartale Depression (Wochenbettdepression, oft in den ersten beiden Jahren nach der Geburt) und die postpartale Psychose (schwerwiegende psychiatrische Komplikation mit Angst-, Erregungs- und Verwirrtheitszuständen).

 

Welche Ursachen hat eine Wochenbettdepression

 

Die Ursache einer Wochenbettdepression ist maßgeblich auf die veränderte Lebenssituation der frischgebackenen Mutter zurückzuführen. Häufig spielen dabei auch die hormonelle Umstellung des mütterlichen Körpers, eine Reizüberflutung auf Grund der neunen Situation mit Kind oder Schlafmangel beziehungsweise fehlende Ruhe nach der Geburt eine wichtige Rolle. 

 

Schwerere Wochenbettdepressionen können unter anderem auftreten, wenn ein soziales Umfeld gänzlich fehlt. Bestehende Probleme in der Partnerschaft oder eine übersteigerte eigene Erwartung an die Mutterrolle können zudem einen negativen Einfluss haben. Außerdem stehen körperliche Ursachen und Erkrankungen wie Schilddrüsenstörungen, Medikamente (Abstillmittel, Herzmedikamente, etc.) oder Geburtskomplikationen im Verdacht, die Entstehung einer postnatalen Depression zu begünstigen.

 

Darüber hinaus können Depressionen, die bereits während der Schwangerschaft auftraten, als Ursache einer Wochenbettdepression herhalten. Frühere psychische Störungen oder psychische Erkrankungen in der Familie können zudem die Entstehung von Wochenbettdepressionen begünstigen und in schweren Fällen zu einer Psychose oder zu einer posttraumatischen Belastungsstörung führen. 

 

Gibt es Anzeichen für eine Wochenbettdepression?

 

Die Antwort auf die Frage lautet: Ja, solche Anzeichen gibt es sehr wohl. Wochenbettdepressionen äußern sich zunächst durch Anzeichen wie Stimmungsschwankungen, Niedergeschlagenheit, erhöhte Reizbarkeit, eine generell erhöhte Empfindlichkeit oder das Gefühl von Schuld und Versagen. Darüber hinaus können aber auch Symptome wie Konzentrations- und Schlafstörungen, Appetitlosigkeit oder Schlappheit auf eine Wochenbettdepression hinweisen.

 

Üblicherweise erreichen die Symptome bei einer leichten Wochenbettdepression etwa drei bis fünf Tage nach der Entbindung ihren Höhepunkt und klingen bis zum zehnten Tag wieder ab. Postnatale Depressionen hingegen entstehen eher schleichend innerhalb der ersten Wochen nach der Geburt. Postnatalen Psychosen wiederum äußern sich durch Verhaltensänderungen, unbegründete Ängste oder Denkstörungen und treten üblicherweise in den ersten beiden Wochen nach der Entbindung auf.

 

Wie kann einer Wochenbettdepression vorgebeugt werden?

 

Um einer Wochenbettdepression vorzubeugen, ist es wichtig, einen aktives sozialen Umfeld und einen guten Rückhalt in der Familie zu schaffen. Insbesondere die Unterstützung durch den Partner spielt dabei eine tragende Rolle. Zu viel Fürsorge wiederum kann aber auch entgegengesetzt wirken und das Gefühl des Versagens bei Betroffenen verstärken. Denn oft ist es für Angehörige nicht ganz leicht, das richtige Maß zu finden. 

 

Um depressive Reaktionen zu vermeiden, ist es am besten, die eigenen Erwartungen an die Mutterrolle nicht zu hoch zu stecken. Das in der Öffentlichkeit vermittelte Bild der glücklichen und sorglosen Mutter ist überbewertet und sollte nicht als Maß der Dinge herangezogen werden.

 

Sollten Depressionen bereits während der Schwangerschaft aufgetreten sein oder eine Vorbelastung durch frühere psychische Probleme in der eigenen oder familiären Vergangenheit vorliegen, ist es ratsam, möglichst frühzeitig professionelle Hilfe zu Rate zu ziehen. Bestenfalls kann die Hilfe über den ganzen Prozess nach der Geburt in Anspruch genommen werden und so das eine mögliche Wochenbettdepression verhindern oder verringern. Professionelle Hilfe ist im Übrigen immer eine gute Option und sollte als alternativer Weg im Hinterkopf behalten werden.

 

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