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Letales Multiple Pterygium-Syndrom

Das letale Multiple Pterygium-Syndrom (LMPS) beschreibt eine Krankheit, bei der die Beweglichkeit von Gelenken auf Grund von Hautbesonderheiten (Hautfalten) oder durch angeborene Anomalien in der Kopfgegend (Schädel, Hals, Gesicht, Wirbel, usw.) eingeschränkt ist. LMPS wird vom letalen Poplitealen Pterygium-Syndrom unterschieden, bei dem die Einschränkung auf Grund der Hautfalten lediglich im Bereich der Kniekehlen des Fötus besteht.

Kinder mit letalem Multiple Pterygium-Syndrom sind im Vergleich zu Föten im gleichen Schwangerschaftsalter minderwüchsig, haben Hautfalten an Hals, Kinn, Achseln, Unterschenkeln oder den Kniekehlen und leiden oft an einer schweren Gelenksteife (Athrogrypose). Kinder mit LPMS weisen zur Geburt mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit eine Behinderung auf. Aus diesem Grund kann im Rahmen der Diagnose eines letalen Syndroms ein Abbruch der Schwangerschaft empfohlen werden.

 

 

Lanugohaar

Als Lanugohaar (auch lanugo) wird das Wollhaar beziehungsweise der Haarflaum bezeichnet, der den Fötus ab der 13. Schwangerschaftswoche bedeckt. Das Lanugohaar ist kurz, dünn und pigmentlos. Da das Lanugohaar als Schutz der Haut des Ungeborenen dient, besitzt jedes Harr eine Talgdrüse, die eine fettige Substanz (sogenannte Käseschmiere) produziert. Die Käseschmiere haftet daraufhin an der Haut, hüllt den Fötus fast vollständig eine und schützt die Haut vor einem Aufweichen durch das Fruchtwasser sowie den Körper vor Vibrationen, Schall und Druck.

 

 

Normalerweise verliert der Fötus sein Lanugohaar und damit auch einen großen Teil seiner Käseschmiere gegen Ende der Schwangerschaft. In seltenen Fällen bleibt die Käseschmiere noch bis zur Geburt bestehen. Der Fall wird medizinisch als hypertrichosis lanuginosa bezeichnet und deutet auf eine Wachstumsverzögerung oder eine zu frühe Geburt des Kindes hin.

 

 

Linea Negra

Linea Negra ist der lateinische Begriff für „schwarze Line“ und bezeichnet eine senkrechte Bindegewebsnaht, die in der Mitte des Bauches, zwischen Bauchnabel und Schambein, verläuft und in der Schwangerschaft (im 2. Trimester) eine braune bis schwarze Verfärbung annimmt.

Die Ursache für die Verfärbung liegt in einer erhöhten Produktion des melanozyten stimulierenden Hormons (MSH, auch als Bezeichnung für Melantropine genutzt). Diese Melantropine wiederum regulieren die pigmentbildenden Melanozyten, die beispielsweise für die Bräunung der Haut (Pigmentierung) zuständig sind. Da die Bindegewebsnaht zwischen Bauchnabel und Schambein besonders anfällig für eine Pigmentierung ist, stellt sich dort die braune bis schwarze Verfärbung am sichtbarsten ein. Nach der Geburt bildet sich die Verfärbung oft vollständig oder zumindest deutlich zurück.

 

 

Lues venera

Lues venera ist die lateinische Bezeichnung für Syphilis, eine gefährliche Geschlechtskrankheit, die in vielen Fällen unerkannt bleibt. lues venera ist eine Infektionskrankheit, dessen Auslöser das Bakterium treponema pallidum ist. Syphilis gehört zur Gruppe der sexuell übertragbaren Erkrankungen, da es hauptsächlich durch Schleimhautkontakt bei sexuellen Handlungen übertragen wird.

Die Krankheit selbst verläuft anfänglich mit schmerzlosen Schleimhautgeschwüren und Lymphknotenschwellungen, die später die gesamte Haut sowie die Organe befallen können und im Endstadium eine Zerstörung des zentralen Nervensystems herbeiführen.

Besonders in der Schwangerschaft ist lues venera gefährlich, da von Anfang des vierten bis zum Ende des fünften Schwangerschaftsmonats die Möglichkeit einer Übertragung der Syphilis-Erreger von der Mutter auf das Ungeborene besteht. Wird das Ungeborene infiziert, wird dessen Entwicklung massiv gestört, sodass mit Syphilis geborene Kinder mit Komplikationen wie Veränderungen der Haut oder vergrößerten Organen leben müssen. Um eine Ansteckung des Kindes zu verhindern, wird während der Schwangerschaftsvorsorge mittels Blutuntersuchung nach dem Erreger der Syphilis gesucht und bei Entdeckung eine Penicillin-Behandlung eingeleitet.

 

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