Wie Schwangere Risiken vorbeugen können – Teil 2

 

Wie Schwangere Risiken vorbeugen können – Teil 2

Im ersten Teil des Berichtes konnten Sie bereits erfahren, welche Auswirkungen Alkohol, Zigaretten, übermäßige Gewichtszunahme, Fasten und Medikamente auf die Schwangerschaft haben und welche Gefahren sie bergen. Natürlich sind dies nicht die einzigen Risiken denen Sie gezielt vorbeugen können – welche dies noch sind, können Sie nachfolgend lesen:
 

Rohes Fleisch und ungewaschener Salat

Rohes Fleisch und ungewaschener Salat sind immer mit Vorsicht zu genießen, da sie einen besonders geeigneten Nährboden für Bakterien darstellen. Besonders gefährlich ist dabei der Erreger der Toxoplasmose, denn bei einer Erstinfektion in der Schwangerschaft läuft der Fötus Gefahr, an einer Gehirnentzündung und Leberentzündung zu erkranken oder einen Hydrocephalus (Wasserkopf) zu entwickeln. Aus diesem Grund sollten werdende Mütter auf den Verzehr von rohem Fleisch verzichten und Salat bzw. Gemüse gründlich waschen. Wenn Sie sich im Übrigen nicht sicher sind, ob Sie sich im Vorfeld der Schwangerschaft bereits mit dem Erreger infiziert haben, können Sie einen Test auf Antikörper durchführen lassen. Besitzen sie bereits Antikörper, besteht für den Fötus keine Gefahr.

Rohmilch

Als Rohmilch oder Rohmilcherzeugnisse werden Produkte bezeichnet, die aus nicht pasteurisierte Milch gewonnen werden. Zu diesen zählen unter anderem Rohmilchkäse, Frischkäse, Pasteten, lang gelagerte Speisen (größer 24h), Mayonnaise, Salatdressing oder nicht pasteurisierte Milch selbst. Problematisch können die Erzeugnisse werden, wenn sie Listerien, ein Bakterium, das die sogenannte Listeriose auslöst, beinhalten. Die Listeriose-Erkrankung wiederum kann beim Ungeborenen Schäden bis hin zum Tod bewirken, wenn sie die Plazentaschranke überwindet. Wenn Sie eine Listeriose Infektion vermeiden wollen, sollten mindestens auf die oben genannten Lebensmittel verzichten, weiterführende Listen hält darüber hinaus jeder Gynäkologe bereit.

Kaffee, Tee, Energy Drinks und Cola
 

Kaffee, Tee, Energy Drinks und Cola sind Getränke, die einen hohen Anteil Koffein beinhalten. Wenn Sie diese trinken möchten, sollten Sie gerade in der Schwangerschaft Vorsicht walten lassen, denn laut einer Studie der Deutschen erhöhen koffeinhaltige Getränke das Risiko einer Frühgeburt und begünstigen ein geringeres Geburtsgewicht. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt daher, die Koffeinaufnahme auf höchstens 250 mg pro Tag zu begrenzen. Damit Sie einen Vergleich ziehen können, sollten Sie wissen, das eine Tasse Kaffee rund 90 mg Koffein, eine Tasse Tee rund 60 mg, eine Glas Cola rund 70 mg und Energy Drinks rund 30 mg pro 100 ml beinhalten.

Fernreisen

Sollten Sie während der Schwangerschaft eine Fernreise planen, ist Vorsicht bei gar zu exotischen Fernzielen geboten. Wenn Sie dennoch eine Fernreise buchen, sollten Sie vorher prüfen, welcher medizinische und hygienische Standard Ihr Wunschreiseland aufweist und ob ein Gynäkologe am Urlaubsort verfügbar ist. Abzuraten ist jedoch gänzlich von Reisen in Malariagebiete, da diese ein besonderes Infektionsrisiko, speziell für Hepatitis A, B, D und E, aufweisen.

Dauerbelastung des Körpers/Leistungssport

Körperliche Ertüchtigung fördert generell die körperliche Konstitution während der Schwangerschaft. Dennoch sollten Sie es nicht übertreiben, denn Mediziner sind sich einig, dass eine zu hohe Belastung des Körpers die Entwicklung des Kindes beeinträchtig. Generell abzuraten ist auch bei mäßiger körperlicher Ertüchtigung von Sportarten, die ein Verletzungsrisiko beinhalten. Denn bei Unfällen besteht die Gefahr, dass sich die Plazenta vorzeitig ablöst oder ein zu starker Druck auf den Muttermund wirkt. Sportarten, die Sie meiden sollten, sind unter anderem Inlineskaten, Reiten und Skifahren sowie Sportarten, die eine stark hüpfende Bewegung erfordern (bspw. Tennis, Basketball und andere Ballspielsportarten). Sportarten wie Wandern, Laufen, Joggen und Schwimmen hingegen sind bedenkenlos zu empfehlen.

Sonnebaden/Sonnenstudio

Auch wenn braune Haut ein Zeichen von Schönheit darstellt und schon deshalb wünschenswert ist: Während der Schwangerschaft sollten Sie beim Sonnenbaden Vorsicht an den Tag legen. Dabei spielt es keine Rolle, ob Sie sich in der freien Natur bräunen oder die Vorzüge einer Sonnenbank nutzen, denn durch den veränderten Hormonhaushalt der Schwangerschaft, verändert sich auch die Pigmentierung und damit die Anfälligkeit der Haut. Nicht nur das Sie dadurch die Sonneneinstrahlung unterschätzen könnten und anstatt der angestrebten makellosen Bräune unschöne Pigmentflecken bleiben, auch steigt die Gefahr einer Hautkrebserkrankung an. Passen Sie daher Ihre „Sonnenzeiten“ an – in Maßen genossen kann die Sonneneinstrahlung sogar förderlich für die Vitamin D Produktion sein.

 
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