So werden Sie schneller schwanger – Fruchtbarkeitsmythen und Ihr Wahrheitsgehalt

 

So werden Sie schneller schwanger – Fruchtbarkeitsmythen und Ihr Wahrheitsgehalt
 
Wenn es mit der Schwangerschaft nicht klappt, meint die ganze Welt, mit guten Ratschlägen und Tipps zur Seite zu stehen. Manche dieser Ratschläge sind wissenschaftlich bewiesen und haben sich in der Praxis bewährt, andere hingegen scheinen aus der Luft gegriffen. Welche dieser Mythen wahr sind und welche ins Land der Märchen gehören, können Sie nachfolgend lesen.
 
Frauen können nur kurz vor oder nach dem Eisprung schwanger werden
 
Je nachdem, wie der Zeitraum „kurz vor und nach dem Eisprung“ interpretiert wird, steckt in diesem Mythos ein klein wenig Wahrheit. Denn die Spermien des Mannes können bis zu fünf Tage im Körper der Frau überleben, wodurch ein Zeitfenster von rund 10 Tagen für die Befruchtung entsteht. Detailliert betrachtet, kann eine Schwangerschaft ab etwa fünf Tage vor dem Eisprung entstehen und bis zu einen Tag danach eintreten.
 
Der weibliche Orgasmus erleichtert die Befruchtung
 
Wissenschaftlich gesehen gibt es für diesen Mythos keinen eindeutigen Beleg. Richtig ist aber, dass sich die Gebärmutter der Frau während eines Orgasmus rhythmisch zusammenzieht und die Spermien mittels Kontraktion schneller in die Eileiter gelangen (wo Sie auf die Eizelle treffen). Die Wahrscheinlichkeit, dass die Befruchtung dann tatsächlich stattfindet, ist mit und ohne Orgasmus aber gleich.
 
Die Missionarsstellung begünstigt eine Schwangerschaft
 
Der Mythos besagt eigentlich, dass je tiefer der Penis in die Vagina eindringt und je näher die Spermien ans Richtung Ziel gebracht werden, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit einer eintretenden Schwangerschaft. Auf verschiedene Stellungen beim Sex übertragen, legt der Mythos damit nahe, dass sich insbesondere die Missionarsstellung und eine Penetration von hinten (Hündchenstellung) dazu eigenen, die Fruchtbarkeitsquote zu erhöhen; sitzende (Reiterstellung) oder stehende Stellungen den Schwangerschaftserfolg mindern. Tatsächlich existieren aber keine wissenschaftlichen Studien, die diese Vermutungen belegen – faktisch kann die Frau sogar in jeder vaginalen Stellung schwanger werden.
 
Wer ein Baby möchte, sollte nach dem Sex die Beine heben
 
Der Mythos ist falsch, denn weder eine Starre nach dem Sex, noch das Beine zur Kerze heben oder ein Kissen unter den Po legen, steigern die Fruchtbarkeitsquote – die  Spermien des Mannes können auf die Weise weder beschleunigt, noch in die richtige Richtung gelenkt werden.
 
Zu häufiger Sex mindert die Spermienqualität
 
An dieser Stelle scheiden sich die wissenschaftlichen Geister. Einerseits berichten Mediziner, dass die Menge des Ejakulats bei häufigem Sex sinkt, andererseits legen Studien aber auch nahe, dass die Spermaqualität mit der Häufigkeit des Geschlechtsverkehrs steigt. Abgesehen davon ist die Menge des Ejakulats auch nicht das ausschlaggebende Merkmal, sondern die Qualität und die Beweglichkeit der Spermien. Schenkt man der Mehrheitsmeinung glauben, sollte zwischen den einzelnen Akten nicht zu viel Zeit vergehen, denn schon nach einem Tag Pause sinkt die Spermienqualität. Darüber hinaus sollten Sie sich bewusst sein, dass das weibliche Immunsystem Spermien als Fremdkörper empfindet und gegen diese vorgeht. Häufiger Sex sensibilisiert das Immunsystem der Frau und gewöhnt es an die Fremdkörper. Eine Unfruchtbarkeit kann dementsprechend auch mit einem überaktiven Immunsystem der Frau zusammenhängen.
 
Rauchen mindert den Fruchtbarkeitserfolg
 
Der Mythos ist wahr und wissenschaftlich bewiesen. Denn die im Zigarettenrauch enthaltenen Gifte wirken unter anderem negativ auf die Entwicklung der Eibläschen und auf die Konzentration der Hormone Östradiol und Progesteron (notwendig für die Einnistung der Eizelle). Im Ergebnis warten Raucherinnen durchschnittlich doppelt so lange auf eine Schwangerschaft wie Nichtraucherinnen.
 
Frauen, die lange die Pille einnehmen, benötigen länger um schwanger zu werden
 
Der Mythos ist weder so richtig wahr, noch komplett falsch. Richtig ist, dass sich der weibliche Körper nach der Pilleneinnahme an die neue Situation gewöhnen muss und es bei einigen Frauen länger dauert, bis sich der Eisprung wieder einpegelt. Grundsätzlich sei dazu angemerkt, dass die Pille die allgemeine Fruchtbarkeit der Frau nicht einschränkt – Untersuchungen legen sogar nahe, dass die Fruchtbarkeit nach Absetzen der Pille ansteigt.
 
Nur Frauen sind von einer sinkenden Fruchtbarkeit im Alter betroffen
 
So schön das Argument für Männer klingen mag, so falsch ist die Aussage aber in Wahrheit. Denn sowohl Männer, als auch Frauen, sind in jungen Jahren wesentlich fruchtbarer als im Alter. Einen Unterschied zwischen den Geschlechtern gibt es jedoch: Bei Männern geht der Prozess der sinkendenden Fruchtbarkeit bis ins hohe Alter kontinuierlich von statten; bei Frauen erfolgt mit der Menopausen ein harter Schnitt.
 
An fruchtbaren Tagen sind Frauen attraktiver
 
Das stimmt, denn die Hormone sind nicht nur schuld daran, dass die Brüste spannen oder die Pickel sprießen, sondern sie lassen die Frau auch attraktiver erscheinen. Medizinisch gesehen steigen während der fruchtbaren Tage der Östrogenspiegel und der Ausstoß von Sexuallockstoffen der Frau signifikant an. In Folge dessen wird die Haut glatter, die allgemeine Stimmung steigt und eine betörende Wirkung auf Männer entfaltet sich.
 
Frauen, die sich gesund ernähren werden schneller schwanger
 
Generell ist eine gesunde Ernährung förderlich für Körper und Geist, wodurch auch die Wahrscheinlichkeit auf eine Schwangerschaft steigen sollte. Aus statistischer Sicht gibt es jedoch keinen abschließenden Beweis: weder das eine gesunde Ernährung einen direkten Einfluss auf die Schwangerschaft hat, noch dass die zusätzliche Einnahme von Vitaminen oder Spurenelementen die Fruchtbarkeit steigert. Bewiesen wurde lediglich, dass Unter- oder Übergewicht die Fruchtbarkeit beeinflussen. Untergewichtige Frauen leiden beispielsweise an ausbleibenden Eisprüngen auf Grund einer fehlenden Stimulation der Eierstöcke; stark übergewichtige Frauen hingegen produzieren männliche Hormone im Fettgewebe, die die Regelmäßigkeit des Eisprungs und der Periode beeinflussen.
 
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